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MUSK




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INTERVIEW

MUSK, bestehend aus dir, Lennart Döring, und Gerald Zollner, macht schon seit 4 Jahren gemeinsam Musik. Erzähl uns kurz was über eure Zusammenarbeit! Wie würdet ihr euren eigenen Sound beschreiben?
Hi! Als wir angefangen haben, waren wir nicht MUSK, da waren wir einfach nur Lennart und Gerald, zwei Typen in Berlin die auf Synthesizer und Bumm-Bumm-Musik standen. Unsere Zusammenarbeit war von Anfang an sehr besonders, weil es einfach so entspannt war, ohne jegliche Eitelkeiten. Wir sind schnell ziemlich gute Freunde geworden und irgendwie laufen unsere Gehirne parallel glaube ich manchmal, weil wir uns musikalisch irgendwie immer zusammen weiterentwickelt haben. Der Sound, der MUSK ausmacht, hat sich wahrscheinlich zuerst bei mir gebildet, in einer abstrakten Form. Ich hatte DJ Harvey zum ersten mal in der Panormabar gesehen und ab dann hat sich meine Sichtweise auf Disco komplett verändert. Harvey hat mir Disco beigebracht, wenn man so will. Die Intensität und Euphorie bei seinem DJ-Set war wahnsinnig und das lag vor allem daran, dass er Disco gespielt hat, aber gleichzeitig auch House und Techno. Und er hat es geschafft, Detroit, Chicago, die Paradise Garage und das Studio54 auf einmal in die Panoramabar zu stecken – und wir versuchen das alles in unsere Tracks einfließen zu lassen.

Euer erster Release, der am 08.10.2012 auf deinem eigenen Label LGDZ herauskommt, wird nur 300 mal gepresst und alle Platten sind handnummeriert! Was genau steckt hinter diesen Ideen und was sind generell die Ziele des Labels?
Vinyl ist teuer. Verflucht teuer. Es ist nicht rentabel. Für uns war klar, dass wir nur auf Vinyl veröffentlichen wollen. Mir ging es nie darum, dass ich der Meinung bin, der Sound wäre auf Vinyl besser oder sonst irgendwas. Das kann schon sein, aber ein geiler Track ist ein geiler Track – da spielt das Medium keine Rolle. Aber ich sehe mich nicht in 20 Jahren mit meinem Sohn oder meiner Tochter eine MP3-Sammlung angucken. Ich will denen etwas anschauen geben, etwas das schön ist und unsere Platten sehen verflucht gut aus.
Und wenn man eine Frau beeindrucken will, dann sicher nicht mit einer MP3, die auf Beatport zu kaufen ist. Frauen wollen etwas in der Hand haben…

Für was steht LGDZ?
Das ist ein Geheimnis, das nie verraten wird. Manche sagen „LaserGhettoDiscoZone“, andere glauben, dass wir unsere Briefe mit „Liebe Grüße, deine Zukunft“ unterzeichnen. Angeblich hat mich schonmal jemand gesehen, wie ich auf dem Wochenmarkt „Lauch, Gurken, Dill und Zwiebeln“ gekauft habe und sie vermuten, dass wir unser Label nach unserem Lieblingssalat benannt haben. Alles ziemlich absurd wenn du mich fragst…

Wie bringt ihr MUSK auf die Bühne?
Gerri und ich werden getrennt voneinander auftreten. Er wird als DJ all unsere Einflüsse ausleben und ich habe ein LiveSet auf die Beine gestellt, das unsere Produktionen der letzten Jahre enthält, sowie Produktionen und Remixe, die gerade in der Entstehungsphase sind. Bei beidem ist zwischen House und Disco immer alles möglich und manchmal schwingt sogar ein Funken Techno mit...

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit MutingTheNoise?
Das ist ganz unspektakulär. Ich arbeite bei MutingTheNoise und das Vertriebskonzept von MTN, das auf einer sehr starken Selektion beruht, gefällt mir wahnsinnig gut. Ich bin so faul, dass mir sogar die Decks Top50 zu viel Aufwand sind, um durchzuhören. Bei MutingTheNoise wird eine Vorselektion von einem der besten DJs auf diesem Planeten gemacht (Kristian von Âme) und in diesem Shop verkauft zu werden ist definitiv eine Ehre. Als wir dabei waren uns für eine Distribution zu entscheiden und Kristian das mitgekriegt hat, hat er mich gefragt, ob ich es nicht über MutingTheNoise machen möchte. Da musste ich nicht nachdenken.

Eure Musik strahlt ein unüberhörbar positives Gefühl aus. Bist du selbst auch ein lebensfroher Mensch oder fühlst du dich nicht auch manchmal in melancholischer Träumerei gefangen?
Natürlich bin ich manchmal melancholisch, manchmal mehr als mir lieb ist. Melancholie kann ein sehr schönes Gefühl sein. Wenn man es kanalisieren kann. Früher habe ich geschrieben, dann kam die Musik. Unsere Musik ist Flucht vor der Melancholie. Sie ist „Fuck you, Melancholie“. Wir machen beide aber auch Musik die sagt :„Komm her Melancholie, mach mich fertig Melancholie“ – vielleicht irgendwann auch mal als MUSK für die Öffentlichkeit, wer weiß…

Wenn ja, was wir annehmen, was fühlst du genau in diesen Momenten?
Früher war es wie ein großes Gewicht, das auf mir lag, das gesagt hat:
“Alles ist sinnlos, alles bringt nichts.“
Heute ist es eine wahnsinnige Leichtigkeit, die sagt:
„Alles ist sinnlos, lehn dich zurück und genieß die Fahrt.“

   Mixtapes



MIXTAPE VOLUME 4


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